Anfang des 7. Jahrhunderts siedelten sich die Kroaten im
Gebiet ihrer heutigen Republik Kroatien an. Im frühen
Mittelalter, nach zahlreichen Abwehrkriegen, lag der kroatische
Staat zwischen verschiedenen Zivilisationen. Im 9. Jahrhundert
wurde das kroatische Territorium von der Grenze zwischen dem
fränkischen Reich und Byzanz durchschnitten, im 11. Jahrhundert von
der Grenze zwischen der katholischen und orthodoxen Kirche und vom
15. bis zum 19. Jahrhundert trafen dort das westliche Christentum
und der osmanischen Islam aufeinander. Vom 9. bis zum 12.
Jahrhundert war Kroatien ein unabhängiges Fürstentum und später ein
Königreich, was durch zahlreiche Denkmäler belegt wird. Die
anhaltenden Kämpfe mit Venedig, Byzanz und den Türken drängten das
kroatische Volk näher an die ungarischen und österreichischen
Dynastien heran, was zu neuen, kleineren und größeren Kämpfen um
die territoriale Souveränität und Unabhängigkeit führte. Seine
volle staatliche Unabhängigkeit erlangte Kroatien im Jahre
1990.
Die zahlreichen mächtigen Reiche und Staaten, die auf
diesem Gebiet herrschten, hinterließen Ihre Spuren, was
einige charakteristische und kulturelle Denkmäler belegen. Die
Küstenstädte entstanden größtenteils in der Antike und im
Mittelalter. Die Stadt Pula besitzt heute noch ihr sehr gut
erhaltenes römisches Amphitheater, den Bogen der Sergianer und den
Augustustempel. In Split, befindet sich der Palast des römischen
Herrschers Diokletian aus dem 4. Jahrhundert, der später in eine
mittelalterliche Stadt umgebaut wurde und heute unter dem Schutz
der UNESCO steht. Dies sind die größten Denkmäler antiker Kultur an
der kroatischen Küste.
Die Euphrasius-Basilika in Poreč ist das
schönste erhaltene Bauwerk frühbyzantinischer Kunst am Mittelmeer
und entstand im 6. Jahrhundert. Die Mosaike der Euphrasius-Basilika
stehen in ihrer Schönheit und Baukunst denen in der Kirche San
Vitale in Ravenna in nichts nach und zählen zu den wichtigsten
Beispielen der Mosaikkunst in Europa.
Der Komplex dieser dreischiffigen Basilika ist auch global gesehen
ein wichtiges Kulturdenkmal, welches im Jahre 1997 von der UNESCO
zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Die Romanik prägt die Erscheinung der Städte Krk, Rab
und Trogir. Trogir ist die am besten erhaltene
romanisch-gotische Stadt in Zentraleuropa. In der
mittelalterlichen, von Mauern umgebenen Innenstadt gibt es ein gut
erhaltenes Schloss und Burgen aus der romanischen-gotischen
Renaissance- und Barockperiode zu besichtigen.
Das wichtigste Bauwerk ist die Kathedrale von Trogir mit ihrem
Portal aus dem Jahre 1240. Sie ist das Werk des Meisters Radovan
und zählt zu den wichtigsten Beispielen romanisch-gotischer Kunst
in Kroatien.
Die Renaissance prägte den Charakter von Osor, Pag,
Šibenik, Hvar, Korčula und Dubrovnik. Dubrovnik wurde
schon im 13. Jahrhundert nach Plänen angelegt und ist bekannt für
seine hervorragend erhaltenen Renaissancemauern, Burgen,
öffentlichen Gebäude, Kirchen, Paläste und adligen
Sommerhäuser.
All diese Bauwerke sind während der Zeit Dubrovniks als
unabhängige Republik entstanden. Die Stadt musste hohe Steuern an
das türkische Reich zahlen, um seine Unabhängigkeit zu bewahren,
ungestört mit Hilfe von Handel und Seefahrt wachsen und seinen
verdienten Wohlstand zur Verschönerung der Stadt nutzen zu können.
Heute steht die ganze Stadt unter dem Schutz der UNESCO.
Von den anderen Kulturdenkmälern sollte man auf jeden Fall
die große Anzahl altkroatischer Kirchen erwähnen,
die ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt haben und aus der
Zeit der Volksherrscher stammen. Besonders wertvoll sind
die erhaltenen Steinreliefs mit den gesponnenen Ornamenten.
Außerordentlich gut erhalten ist auch die hölzerne Tür des Meisters
Buvina an der Kathedrale von Split, welche mit Bildern aus dem
Leben Jesu verziert ist und zu Beginn des 13. Jahrhunderts
entstand.
Die moderne Kunst ist eng verbunden mit dem
historischen Kultur- und Bauerbe, da sich Schlösser, Atrien und
Plätze der antiken Städte im Sommer in Bühnen der schon
traditionellen Festivals und internationalen Aufführungen
verwandeln: Das Sommerfestival in Dubrovnik, die Filmfestspiele in
Pula, der Sommer in Split, die Musikabende in Zadar und Osor, die
Tage des kroatischen Theaters...
Manchmal kann man zu klassischer und Techno-Musik auch
traditionelle Instrumente hören. Oder es erklingt zu geschulten
Stimmen auch der Gesang einheimischen Männer aus den Männerchören
(klape), die es auch in kleinsten Küstenorten gibt.
Die Einwohner der kroatischen Küstenregion und ihren
Inseln beschäftigen sich seit jeher mit der Seefahrt, dem
Schiffbau, dem Fischfang, dem Weinbau und dem Olivenanbau.
Aus dem sauberen Meer gewinnen die Menschen durch Trocknung Salz,
welches in schon in ältester Zeit Zahlungsmittel war. Die älteste
Salzanlage liegt in Ston (13. Jh.). Heute beliefert die Salzanlage
auf der Insel Pag Kroatien mit Meersalz. Die Olive ist seit
Jahrhunderten nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Heilmittel und
Symbol für Leben. Der wunderschöne und wertvolle Olivenbaum wird
mit Liebe gepflanzt und gegossen, damit die Nachfahren seine
Früchte genießen können. Gegessen werden sie frisch, gesalzen oder
zu Öl gepresst. Und nicht in Olivenöl eingelegt wären viele
Delikatessen nicht das, was sie sind.
Aromatischen Pflanzen wie Rosmarin, Basilikum, Fenchel u. v. a.
sind für den besonderen Geschmack der einheimischen istrischen und
dalmatinischen Küche, sowie des dazu servierten Weins
verantwortlich. In ihrer Farbe und ihrem Geschmack ist die Kraft
der Sonne eingeschlossen und wird unter viel Mühe und nach alten
Traditionen dazu verwendet, jeden Tropfen zu verfeinern. Weinberge
und Weinbauern gibt es in dieser Region genügend, so dass die
Weinberge der Inseln, vom Meer aus gesehen, unaufhaltsam ins Meer
zu gleiten scheinen.
Die kroatische Weinbautradition wurde aufgrund
der vielen Umzüge von Inseln zu Insel und Meer zu Meer immer weiter
getragen. Grgich (Grgić) von der Insel Brač ist heute der
bekannteste Weinbauer Neuseelands und auch in Kalifornien gibt es
kroatische Weinbauern.Eine weitere Tradition ist
Olivenanbau, insbesondere im Bereich der Stadt
Punat auf der Insel Krk. Oliven Festival in Punat findet in der
Regel im September statt, für die Unterkunft in dieser Zeit bitte
sehen Ferienwohnung Krk Webseite.
Die bezaubernden Düfte des Mittelmeerraums schweben auch über
den lilafarbenen Lavendelfeldern der Insel Hvar. Die
Lavendelbüschel, ätherische Öle, Cremes und Seifen werden überall
an der Küste angeboten um sie mit nach Hause zu nehmen, sie zu
verschenkt oder auch einfach zu genießen. Wenn es so sauber und
warm ist wie das unsere, dann leben im Meer außer Fischen und
Muscheln auch Schwämme und Korallen. Die Einwohner der
Insel Krapanj befassen sich seit Generationen mit der Bearbeitung
von Schwämmen. Auf der Insel Zlarin hingegen hat man sich auf die
Bearbeitung der leuchtend roten adriatischen Korallen
spezialisiert. Leider verliert sich diese Tradition mit
den Jahren immer mehr.
Die Seefahrt und der Schiffbau liegen den Menschen dort
im Blut. Am bekanntesten ist wohl der Seefahrer Marko Polo
von der Insel Korčula. Bedeutende Schiffbauer waren auch die alten
Dubrovniker und noch heute gibt es kleine, Familienbetriebe wie. z.
B. einen auf der Insel Rab. Der Fisch war in einigen Orten, in
deren Umgebung es zu wenig Land zum Bebauen und noch weniger Regen
gab, das Hauptnahrungsmittel der Familien. Gefischt wurde bei jedem
Wetter, doch die Netze waren nicht immer prall gefüllt. Die
Nachfahren der Fischer von Salij und Komiža fischen mittlerweile im
Ozean vor der amerikanischen und chilenischen Küste. Die hier
Zurückgebliebenen beliefern die Fischindustrie in Rovinj und eine
große Anzahl an Restaurants.
Auch heute wird noch geangelt. Allerdings immer mehr um des
Tourismus wegen und mehr aus Freude als aus Notwendigkeit. Dennoch
schmeckt solch ein selbst gefangener, gegrillter oder geschmorter
Fisch immer noch am leckersten. Das sagen jedenfalls die
Einheimischen - und denen sollte man Glauben schenken...
Alle beschriebenen Tätigkeiten werden heute noch gepflegt
und sie entfalten sich sogar dank der Entwicklung des
Tourismus, dessen 130. Jubiläum schon gefeiert wurde.
Außer Hotels werden natürlich auch andere moderne Einrichtungen und
Aktivitäten angeboten. Dort, wo am Ende des 20. Jahrhunderts der
klassische, heilende Kongress-Tourismus dominierte, ist in diesem
Jahrhundert der nautische, abenteuerliche und rustikale Tourismus
gefragt...
All dies und noch vieles mehr können Sie hier in Kroatien finden.
Die Schönheit der Natur ist auf die ursprüngliche und vielfältige
Landschaft zurückzuführen, welche Alpinismus, Bergsteigen, Rafting,
Tauchen, Segeln, Paragliding und vieles mehr ermöglicht. Und
selbst, wenn Sie keine dieser Aktivitäten bereits selbst ausüben,
jedoch gerne eine oder mehrere davon erlernen möchten, dann werden
Sie garantiert genügend und gute Ausbilder und Angebote dazu
finden. Antiquitäten- und Kunstliebhaber sowie Amateur-Archäologen
sollten vor allem die alten Küstenstädte wie beispielsweise Split,
das eine 1700 Jahre lange Geschichte vorweisen kann besuchen.
Die Menschen dieser Region besitzen viele positive
Charaktereigenschaften und wissen neben der harten Arbeit
auch die schönen Seiten des Lebens zu genießen. In den
Küstenstädten und überall in der Mittelmeerregion lebt, freut und
streitet man sich auf der Straße. Dort wird sich unterhalten,
getratscht, geschimpft, aber auch gesungen. Der Gesang, besonders
der der Männerchöre (klape), begleitet die Menschen tagaus und
tagein. Man singt bei der Arbeit und in der Freizeit, in Freude und
Trauer, allein oder mit Freunden, so dass sich niemand darüber
wundern muss, dass die großen kroatischen Sänger größtenteils von
der Küste oder den Inseln stammen. In ihrer Freizeit spielen viele
Männer Boccia, auch oder gerade wenn sie schon etwas älter sind. In
diesem Sport haben die Kroaten schon bemerkenswerte Erfolge
gefeiert. Die Frauen sind ein Thema für sich. Einerseits ist es
nicht nur ein Gerücht, dass sie besonders schön sind, wenn man als
Maßstab die vielen nationalen und internationalen
Schönheitswettbewerbe nimmt. Andererseits muss hinzufügt werden,
dass sie genauso gute Mütter sind. Die meisten unserer Lieder
handeln, außer vom Meer und der Liebe, von den Müttern. Die Frauen
stellten früher viel Seide her und klöppelten. Heutzutage ist diese
Arbeit jedoch nahezu in Vergessenheit geraten. Die Küste Konavle
bei Dubrovnik, ist bekannt für ihre besonderen
Seidenspinntechniken, die zum Stolz eines jeden Hauses gehören. Die
Frauen züchteten ihre eigenen Seidenwürmer, kochten die Kokons,
sponnen die Fäden und färbten diese gelb, rot und schwarz. Die
Frauen von Pag hingegen klöppelten Spitze aus Agavenfäden, welche
heute noch genauso wertvoll, wenn nicht sogar noch wertvoller als
früher sind.
Die Schönheit dieses Landes liegt nicht nur in
der Schönheit der Landschaften und ihren Früchten, die wir sehen,
fühlen oder kosten können, sondern auch in der Eigenheit der
Einheimischen, was uns sowohl durch ihr Auftreten, ihr Leben und
ihre Denken vermitteln. Den größten Wert findet jedoch jeder in den
Dingen und Erlebnissen, die er mitnehmen, mit seinen Liebsten
teilen und in Erinnerung behalten kann.
Die Küste
5.835,5 Kilometer oder anders gesagt 74 % der Adriaküste gehören
zu Kroatien, 16 % zu Italien, 5 % zu Albanien, 3,3 % zu Montenegro,
0,5 % zu Slowenien, sowie 0,3 % zu Bosnien und Herzegowina. Diese
Küste zählt zu den "eingekerbtesten" der Welt. Die istrische
Halbinsel hat eine Fläche von 3.476 Quadratkilometern und gehört zu
unterschiedlich großen Teilen zu den drei Staaten Kroatien,
Slowenien und Italien.
Die Nähe zu Italien bietet die Möglichkeit, auch die
italienische Seite der Adria kennen zu lernen. Die Stadt der
Lagunen ist immer eine Reise wert: Venedig war die
Herrscherin der Meere und ist heute eine der bekanntesten
italienischen Städte und auf 4 Inseln verteilt. Die ganze Stadt ist
von Kanälen durchzogen, auf denen größtenteils Gondeln und
Vaporettos schippern, da der Autoverkehr dort verboten bzw. einfach
unmöglich ist. Besondere Touristenattraktionen sind eine
Gondelfahrt, das Füttern der Tauben auf dem Platz des hl. Markus,
die Besichtigung der Seufzerbrücke und die Möglichkeit eine
Vielzahl an Kirchen anzusehen.
Venedig ist die Stadt mit den meisten Beinamen. Einer davon ist La
Serenissima, was "die Schönste" bedeutet und daher kommt, dass
Venedig Jahrhunderte lang als die Stadt der Liebenden, die Stadt
der Künstler, Schriftsteller, Musiker und Maler, Stadt des
Glaszauberers der Insel Murano und der Filmliebhaber galt. Während
des Karnevals kann man hier, wie in Rio, den Höhepunkt der
Ausgelassenheit und Freude vor der Fastenzeit erleben. Dies ist die
Woche, in der man sich allen Genüssen hingibt und ohne Unterlass
feiert.
Das Adriatische Meer teilt sich Kroatien auch mit der Republik
Slowenien, deren Küste ebenfalls wunderschöne Natur und Städte mit
interessanter Geschichte vorweisen kann. Genauer gesagt erstreckt
sich die slowenische Küste mit der Bucht von Koper und einem Teil
der Bucht von Piran bist zur Mündung des Flusses Dragonja.
Piran iist ein Küstenort mit einer zum Teil
erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer. Die Mauern bestehen aus
zwei parallelen Wällen aus dem 15. und dem 16. Jahrhundert. Einige
bekannte Sehenswürdigkeiten sind der Tartini-Platz und die Kirche
Sveti Jurja, die auf einem Hügel außerhalb der Stadt steht.
Weiterhin aufzuzählen sind "Mletačka kuća" oder "das venezianische
Haus", welches Mitte des 15. Jh. als Wohnhaus im Stil der
venezianischen Gotik erbaut wurde und der Ziehbrunnen auf dem
Hauptplatz und das "Barock-Haus", die aus dem Barock Ende des 18.
Jh. Stammen.
Die Erkundung der Adria sollte man im Süden beenden und dort die
montenegrinische Küste besuchen.
Eine der wunderbarsten Adriabuchten ist die Bokokotorski, die auch
Bucht der kroatischen Heiligen genannt wird und heute zum
montenegrinischen Territorium gehört. Igalo und Herceg Novi sind
die attraktivsten Orte an der montenegrinischen Adriaküste. Igalo
ist aus allen Richtungen mit jedem Fortbewegungsmittel gut zu
erreichen. Dank der Nähe zu zwei internationalen Flughäfen
(Flughafen Čilipi bei Dubrovnik in 26 km Entfernung und Tivat in 22
km Entfernung), der Adriamagistrale mit Abzweigungen in Richtung
Dubrovnik, Mostar, Trebinje, Sarajevo wie auch zur Hauptstadt
Montenegros Podgorica, ist Igalo verkehrstechnisch optimal mit
Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie den anderen Teilen Europas
verbunden. Die Meeresverbindung ist die Fähre, die die italienische
Küste mit den Häfen von Dubrovnik und Bar verbindet. Solche
Fährverbindungen existieren auch für andere kroatische Inseln.
Igalo und sein Nachbarort Herceg Novi liegen in einer
bilderbuchartigen kleinen Bucht an der südwestlichen Seite der
Bokokotor-Bucht am Fuße des Orjen-Gebirges (1982 m). Die alten
Griechen, Römer und Illyrer bauten ihre Dörfer sowohl in der Bucht,
wie auch in den umliegenden Bergen. Seit dieser Zeit haben große
Mächte wie Byzanz, Venedig, die Osmanen und Österreich-Ungarn
dieses Gebiet beherrscht. Spaziert man entlang der Straßen und
Geschäfte von Herceg Novi, so spaziert man durch die Geschichte des
Mittelmeerraums. Man sollte sich in jedem Fall die römischen
Mosaike in Risno, die Kirche Gospa od Škrpjela, die Exponate aus
dem Kirchenmuseum sowie die wunderschöne Kirche von Orovac ansehen,
die auf einer Klippe mit wundervollem Ausblick auf die Bucht von
Kotor gebaut wurde. Danach sollte man Dobrota und die Altstadt von
Kotor und Budva, welche im Sommer voller Leben ist, besuchen.
Ähnlich ist es auch in Bečići, Miločer, dem hl. Stefan und
Petrovac. Sollten Sie Bar besuchen, so wird man Ihnen voller Stolz
einen mehr als 2000 Jahre alten Olivenbaum mit einem Stammumfang
von mehr als 10 Metern zeigen.
Die Erkundung der Adria sollten Sie abhängig von Ihrem
Ausgangsort im Süden oder Norden beenden. Denn, auch wenn Sie
denken, sie haben bereits alles gesehen, so bleiben Ihnen immer
noch viele Orte, Denkmäler und Menschen, die es wert sind, gesehen
und kennen gelernt zu werden. Auch wenn sich viele Staaten das
Adriatische Meer teilen, so lassen sich die Steinchen der
verschiedenen Kulturen, Traditionen und Bräuche in der Geschichte
zu einem Mosaik zusammenfügen, dessen Schicksal Schönheit und
Beständigkeit ist.
Die kroatische Gastronomie legt insbesondere an den
Küsten großen Wert auf ihren Ursprung, welcher in der
traditionellen natürlichen und gesunden mediterranen Küche
liegt. Diese basiert auf Gemüsegerichten mit Olivenöl,
Meeresfrüchten und Fisch, Wein, Ziegen- und Schafskäse. Die
Besonderheit der Küche liegt in der Zubereitungsweise. Das Gemüse
wird in wenig Wasser gekocht und mit Olivenöl und aromatischen
Kräutern gewürzt, der Fisch hingegen wird geschmort, gekocht oder
gegrillt. Fleisch, insbesondere Lamm, wird im Steinofen gebraten
und erhält so seinen einzigartigen Geschmack.
Das nördliche und südliche Küstengebiet der Adria weisen
jeweils eine charakteristische Zubereitung und eine eigene
Geschmacksrichtung der Gerichte auf. So unterscheidet man
zwischen der Gastronomie von Istrien und der Kvarner-Region und der
Gastronomie der dalmatinischen Küche.
Die Besonderheit der istrischen Küche liegt in ihrer
üppigen Nutzung saisonaler Gemüse und Früchte. So ist das
gastronomische Erlebnis in Istrien zu jeder Jahreszeit ein
anderes.
Falls Sie die nördliche Adria besuchen, probieren Sie auf jeden
Fall istrischen Schinken, welcher durch den
Meereswind Bora getrocknet als ein authentisches kroatisches
Produkt mit geographischer Herkunft gilt. Ebenso zu empfehlen sind
gegrillte oder in Wein gekochte Würstchen aus
Schweinefleisch, sowie das bekannteste istrische Gericht -
die Manestra: Eine dickflüssige Suppe mit Gemüse
und getrocknetem Fleisch. Diese Region bietet auch eine
Vielzahl an Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten.
Gesalzene Sardellen, ein Muschelsalat, frischer Fisch und gebratene
oder gekochte Kvarner-Scampi locken am Wochenende regelmäßig die
italienischen Nachbarn hierher. Verschiedene Risottos und
Nudelgerichte werden mit Olivenöl, Wildspargel, sowie
Trüffel, einem erstklassigen Pilz mit unvergesslichem Geschmack und
besonderem Aroma verfeinert und stellen nur einen Teil des
reichhaltigen Angebots dar, welchen man auf jeden Fall probieren
muss.
Traditionelle istrische Süßwaren sind einfach und
ungekünstelt, jedoch perfekt als krönender Abschluss einer
ausgezeichneten istrischen Mahlzeit geeignet.
Fritule eine Art frittierter Krapfen, werden am
liebsten im Winter serviert. Pinca, ein süßes
Brot, wird für die Osterfeiertage zubereitet und ein
Strudel aus Hefeteig und Äpfeln sowie gekochte
oder frittierte Ravioli schmecken zu jeder
Jahreszeit.
Die dalmatinische Küche ist leichter und weniger
aromatisch. Eine Fülle an frischem oder leicht gekochtem
Gemüse zu Fisch, Fischsuppe, Tintenfischgerichte, rohe
Austern aus Ston, Scampi und Muscheln "na buzaru" (gedünstet),
"pašticada" mit Gnocchi (dalmatinischer Gulasch), Fleisch
vom Grill mit Rosmarin überstrichen sowie der berühmte Käse
von der Insel Pag sind nur einige der vielen
Spezialitäten, die jeden anziehen werden. Unumgänglich sind die
Oliven, frisch oder gesalzen, sowie das
Olivenöl, welches die Grundlage für die Gatronomie
Dalmatiens bildet.
Typische dalmatinische Desserts sind wegen ihrer
Einfachheit beliebt. Die meistgenutzten Zutaten stellen
mediterrane Früchte wie z.B. getrocknete Feigen
und Rosinen, Mandeln, Honig und Eier dar. Bekannte Süßigkeiten sind
die Dubrovnik "rožata", ein Karamellpudding aus
Eiern, sowie die Pfefferkuchen, von der Insel
Hvar.
Zu jedem guten Essen, aber auch schon davor und
natürlich danach, kann man ein Glas guten Wein genießen.
Wie im gesamten Mittelmeerraum, so ist auch der Wein der
kroatischen Küstenregion ein Produkt, welches harte Arbeit und
Wissen verlangt und mit Anerkennung genossen werden sollte. Die
ersten Weinberge auf diesem Gebiet wurden von den Griechen
angepflanzt. Der Wein aus ihrer Kolonie Isse auf der Insel Vis galt
als bester Wein in der antiken Welt. Zu der Ausbreitung des
Weinanbaus trugen auch die römischen Soldaten bei, indem sie Samen
für Weinstöcke mitnahmen und Weingüter anlegten. Der fruchtbare
Boden und der Überfluss an Sonne fördern das Reifen jeder Rebe und
sorgen somit für hervorragende Weine, welche bis in die
abgelegensten Regionen des römischen Reiches exportiert wurden.
Der große Abenteurer und Liebhaber Giacomo Casanova schrieb in
seinen berühmten Memoiren, dass er in Istrien einen "fantastischen
refošk Wein" getrunken habe. Nicht einmal Offiziere, Reisende und
Abenteurer aus der österreich-ungarischen Monarchie konnten den
istrischen und dalmatinischen Weinen widerstehen und tranken sie
während ihrer Besuche in der Region mit Genuss.
Der Weinstock und der Wein sind untrennbare mit der
Geschichte und der heutigen Nutzung und Bedeutung dieser reichen
Weinbauregion verbunden. Die verschiedenen Landschaften,
Klima und Böden verleihen den hiesigen Weinen eine große
Vielseitigkeit an Geschmacksnoten. Der Malvazija, ein istrischer
Weißwein, ergänzt das breit gefächerte Angebot der Meeresküche
perfekt. Der Teran, welchem auch Heilkräfte nachgesagt werden, ist
ein von Wein dunkler, rubinartiger Farbe und passt hervorragend zu
Fleischgerichten, Gulasch und Wild. Den Zlaćani Muškat aus Istrien
charakterisiert ein intensiver Geruch nach wilden Nelken. Er
schmeckt gut zu Süßwaren, wird aber auch gerne zum Verfeinern von
Gerichten verwendet. Auch der dalmatinische Prošek bietet durch
sein ausgeprägtes Aroma mit jedem Schluck ein großartiges
Geschmackserlebnis. Der berühmte Plavac von der Insel Hvar wird
gerne zu Braten und Ziegenkäse serviert Sein angenehmer, trockener
Geschmack und sein besonderes Bukett sind eine wahre Gaumenfreude.
Die aus Primošten stammende Sorte Babić ist auf der ganzen Welt
bekannt, und die für ihren Weinbau bekannte Halbinsel Pelješac
offeriert wahre Perlen unter den Weinen wie z. B. Postup und
Dingač, sowie Kneževo- und Carsko- Wein (Herzogen- und
Zarenwein).
Die Weinstrassen der kroatischen Adria führen Sie auf
eine Entdeckungsreise voller mit Schätzen angefüllter
Weinkeller, die durch die altbewährte Eigenart einer
langen Weinbautradition entstanden sind. Diese Weine können Sie,
nachdem Sie sie zuerst selbst gekostet haben, Ihren Freunden als
Teil eines unvergesslichen Urlaubs servieren.